Hallo,
nachdem in der letzen Nacht das "Bierhaus", eine örtliche Disko, standesgemäß gerockt wurde, stellte sich das Aufstehen dementsprechend als schwierig heraus, da es auch diesen Morgen um 7:30 los ging. Nach Frühstück und Morgenimpuls mit den Tintenos ging es mit dem Workshop heute zum Thema "Frauenrechte" weiter. Judith und Friederike stellten die Geschichte und aktuelle Situation in Deutschland vor, danach hörten wir dazu etwas aus peruanischer Sicht. Nach der obligatorischen Kaffeepause, heute mit Pizza, ging es mit einer kleinen Diskussion und dem Zugang zu Bildung in Peru allgemein weiter. Anschließend wurde wieder gegessen (Diäten nach der Wiederkehr sind schon in der Planung).
| Im Bus |
Nach dem Essen folgte eine Exkursion zu einem sogenannten Wawa Wasi (Quetchua für Kinderhaus), quasi ein Kindergarten für Kinder von 7 Monaten bis 3 Jahren. In einem leicht überfüllten Bus machten wir uns auf den Weg nach Callao, einem etwas ärmeren Stadtteil in dem sich das Wawa Wasi befindet. Dort erwartete uns eine freundliche Delegation aus den hauptamtlichen Mitarbeitern der Einrichtung die uns herzlich begrüßten und uns in Gruppen durch die Räumlichkeiten führten. Dabei erklärten sie uns ihr Prinzip der intensiven Mitarbeit der Eltern, sowohl als bspw. Hersteller für Spielzeug als auch als ehrenamtliche Erzieher. Allerdings wurde unsere Aufmerksamkeit eher von den wahrlich süßen Kindern in Anspruch genommen. In ihren Miniponchos eroberten sie unsere Herzen im Sturm und schauten uns an, als wären wir Aliens. Die Aufmerksamkeit der Kinder war besonders auf unsere Fotoapparate gerichtet; das durfte Christiane zu ihrer Freude am intensivsten erfahren.
| Kindergartengruppe |
Am Ende der Führung erwartete uns mal wieder ein Essen, diesmal das, das auch die Kinder bekommen. Dieses bestand aus Schokocreme mit Hühnerblut, gebackene Teigtaschen mit Leberfüllung und Kleister (unidentifizierbare, dickflüssige Saftmischung), schmeckte aber besser als es klingt. Schließlich fuhren wir mit dem Bus durch den Berufsverkehr in Lima zurück zu unserer Unterkunft. Friederike musste ihre Reichtümer noch in die örtliche Landeswährung umtauschen, andere mussten Telefonkarten kaufen oder an Bankautomaten Geld abheben. Wieder gab es einen kleinen Kulturschock, weil ein ordentliches Sümmchen einfach auf der Straße gewechselt wurde, ein Vorgang, der in Peru total normal, aber für unsere deutschen Verhältnisse doch ein wenig komisch ist. Mit prall gefüllten Taschen kehrten wir pünktlich zum Abendessen zurück, bei dem es zu einer Kuchenschlacht kam, die Sebastian dank dreckiger Tricks gegen Monika und Julia gewann.
| Gruppenbild |
Mit einem letzten Abschlussgespräch und Einüben deutscher Lieder und Tänze für Tinta endete ein mal wieder gelungener Tag.
Bis bald, liebe Grüße
Eure Perufahrer
(i.A. Sebastian, Mathis, Christiane)
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