Hola!
Heute gibt es nun den vorerst letzten Blogeintrag, da unsere Reise hiermit vorbei ist. Der Eintrag berichtet von Montag, Dienstag und Mittwoch, unserer Zeit in Cuzco und Machu Picchu.
Am Montag ging es auf zum Machu Picchu, worauf sich viele bereits gefreut haben. Zuerst stand am Montagmorgen aber noch ein kurze Reflexion an, die sich auf die Zukunft der Partnerschaft bezog. Gegen Mittag bestiegen wir dann unseren angemieteten Bus auf der Plaza in Tinta zusammen mit den Tinteños. 2 Stunden dauerte die Reise nach Cuzco, wo wir zuerst einmal in unser Hotel eincheckten und die Koffer einlagerten. Nachdem wir die Tickets fuer die Weiterreise und Machu Picchu zusammen hatten, bestiegen wir erneut einen Bus, der uns nach Ollantaytambo brachte, etwa 2 1/2 Stunden von Cuzco entfernt. Dort hatten wir Deutschen etwa 4 Stunden Aufenthalt, bevor unser Zug abfuhr. Die Peruaner mussten bereits frueher losfahren, da deren Zug direkt im Anschluss an unsere Ankunft abfuhr. Der Grund, weshalb wir nicht zusammen in einem Zug reisen konnten, liegt darin, dass die Peruaner zu einem verguenstigten Preis fahren koennen und daher von den gut zahlenden Touristen (wie wir) ferngehalten werden sollen, da unsere Tarife deutlich hoeher sind. Fuer die Touristen soll der "kleine Unterschied" verdeckt bleiben. Wir Deutschen nutzten die Gelegenheit, um zusammen in einem Restaurant unser Abendessen einzunehmen, was zwar etwas teurer aber sehr gut war. Gut war auch, dass wir mehr als 3 Stunden Zeit hatten, denn der einzige Wirt benoetigte fuer unsere Massenbestellung so lange, dass wir schon befuerchten mussten, den Zug zu verpassen. Aber nach fast 3 Stunden hatte auch der letzte sein Essen vertilgt und um 23:15 fuhr dann unser Zug von Perurail nach Aguas Calientes ab. Von der schoenen Strecke hatten wir nicht viel, da es zum einen dunkel war und zum anderen die meisten von uns tief und fest schliefen. Die Bummelfahrt dauerte etwa 2 Stunden und gegen 1 Uhr nachts ereichten wir Aguas Calientes. Schon im Dunkeln konnten wir erahnen, welch schoene Gegend das dort ist, da sich maechtige Konturen sehr hoher und steiler Felshaenge abzeichneten. Doch die Muedigkeit trieb uns in unser kleines Nachtlager fuer 3 Stunden Schlaf, da wir bereits um 4 Uhr wieder aufbrechen wollten, um vor den Touristen und passend zum Sonnenaufgang oben zu sein. Um 4 Uhr brachen dann auch fast alle auf, allerdings mussten einige von uns aufgrund von Krankheit den Fussmarsch nach oben (der etwa 90 min dauern sollte) absagen und stattdessen zu ueberteuerten Preisen mit dem Shuttlebus etwa eine halbe Stund enach oben fahren. Oben angekommen stellte sich dann die Anstrengung heraus, die noetig war, um die ueber tausend Stufen nach oben zu schaffen. Die Laufer waren trotz kuehler Morgenluft und Dunkelheit ordentlich durchgeschwitzt. Schon unzaehlige Touristen belagerten den Eingang und der Sonnenaufgang, den wir eigentlich auf dem Gelaende erleben wollten, erweckte uns bereits am Eingang mit seiner gesamten Schoenheit. Fuer Machu Picchu hatten wir den gesamten Vormittag Zeit und unser eigener Fuehrer Raul erklaerte und alles Wesentliche zu diesem unglaublichen Weltkulturerbe. Es blieb fuer einige sogar noch die Zeit, den Huayna Picchu zu besteigen, den "Jungen Picchu", den Berg bzw. Gipfel, der Machu Picchu ueberragt und auf jeder Postkarte hervorsticht. Der Aufstieg ist aufgrund der Gefaehrlichkeit begrenzt auf 400 Personen pro Tag und jeder Wagemutige wird erfasst, da es bereits Abstuerze gab. Aber alle Kletterer sind wohlbehalten und voellig beeindruckt wieder zurueckgekehrt und gegen 12 Uhr begann der Abstieg zurueck nach Aguas Calientes. Dabei bemerketn wir (endlich im Hellen) die Schoenheit der Gegend mit den gewaltigen, engen Felswaenden und dem dichten Nebelwald. Nuir der Ort selbst schien nicht recht dort hinein zu passen. Kurz nach 14 Uhr ging unser Zug von Inca Rail zurueck nach Ollantaytambo und von dort fuhr direkt wieder unser Bus zurueck nach Cuzco. Allerdings mussten wir noch auf die Peruaner warten, da deren Zug etwa 1 Stunde spaeter ankam. Die Zeit nutzten einige, um sich die dortigen Ruinen anzuschauen. Im Dunkeln erreichten wir dann nach zwei anstrengenden, aber wundervollen Tagen Cuzco. Der Abend war aufgrund der vorhaltenden Muedigkeit zweigeteilt: Einige gingen frueh zu Bett, andere feierten mit den Tinteños den letzten gemeinsamen Abend. Aber der wurde auch nicht so lang... ;-)
Am Mittwoch gab es nach dem Fruehstuck eine letzte Reflexion mit und von den Tinteños bezueglich der Zukunft der Partnerschaft sowie die Abschiedsgeschenke. Edu war der erste, der abreisen musste. Der restliche Tag war fuer die Besichtigung Cuzcos gedacht. Zuerst besichtigten wir Saksaywaman, eine Ruine einer Inkafestung, oberhalb von Cuzco gelegen mit herrlichem Blick ueber die Stadt. Danach ging es zum Coricancha, der Ruine des wichtigsten Inkatempels des damaligen Reiches. Es stehen nur noch die Grundmauern, die durcvh die Zerstoerung durch die Spanier uebrig blieben. Die Eroberer haben auf diesen Ruinen eine Kirche errichtet, die die Ueberreste wie ein Museum beherbergt. Anschliessend standen noch die Kathedralen auf dem Programm, aber da sich bereits einige weitere verabschieden mussten bzw. sich um die Weitereise kuemmern mussten, stand der restliche Nachmittag zur freien Verfuegung. Gegen Abend stand der Abschied von den Tintenos an. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen wurden weitere Gastegeschenke der Tintenos an uns verteilt und danach begann das Lebewohl sagen, das alle ziemlich mitnahm und bei allen fuer feuchte Augen sorgte. Abschliessend lies der Rest der deutschen Gruppe den Abend bei Bier und Pisco Sour ausklingen, es wurde schon in den ersten Errinnerungen geschwelgt und ueber die gemeinsame Zeit gelacht.
Fuer viele geht die Reise auf privatem Wege aber noch weiter, Richtung Chile, in die Selva oder nach Kolumbien oder bleiben direkt fuer ein Jahr in Suedamerika...die Wege trennen sich nach und nach. Am Freitag / Samstag sind die ersten bereits wieder in Deutschland und das naechste Zusammentreffen kommt wohl erst im Oktober / November. Das mit den Tinteños wird wohl noch mindestens 2 Jahre dauern, bevor einige von ihnen nach Deutschland reisen werden. Vielleicht aber sehen sich die einen oder anderen bereits schon frueher wieder....
Hiermit beende ich die offiziellen Eintraege ueber unsere Reise. Das Reisetagebuch ist an der letzten Seite angekommen, das der Partnerschaft aber noch laengst nicht, soviel hat sich aus unserem Besuch ergeben. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Besuch der Peruaner in 2 Jahren und auch jetzt schon auf unseren naechsten Besuch in 4 Jahren in Tinta!
Viele Gruesse von allen Mitreisenden und bis bald,
eure Partnerschaftsgruppe
(i. A. Mathis)
Caminando juntos - Gemeinsam unterwegs
Partnerschaftsbegegnung der KHG Karlsruhe mit Studierenden des ISPTA Tinta August 2010
Freitag, 20. August 2010
Montag, 16. August 2010
Ordnung und Reise
Hallo an alle!
Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, ist die Ordnung der Posts von diesem Wochenende etwas durcheinander. Es geht mit Sonntag los und endet mit Freitag. Dies ist aber leider so gelaufen, da wir aus Zeitgruenden zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben haben. Bitte lasst euch nicht verwirren!
Desweiteren steht heute (Montag) die Abreise nach Cuzco - Macchu Picchu an, die uns ganze 2 Tage beschaeftigen wird. Wann also der naechste Post kommt, bleibt noch abzuwarten. Aber dann koennt ihr euch sicherlich ueber interessante Neuigkeiten freuen!
P. s.: Posts ohne Bilder bedeuten nicht, dass wir keine haben, sondern, dass wir aus Zeitgruenden oder aus logistsichen Problemen keine einbauen konnten.
Wie ihr vielleicht bereits bemerkt habt, ist die Ordnung der Posts von diesem Wochenende etwas durcheinander. Es geht mit Sonntag los und endet mit Freitag. Dies ist aber leider so gelaufen, da wir aus Zeitgruenden zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben haben. Bitte lasst euch nicht verwirren!
Desweiteren steht heute (Montag) die Abreise nach Cuzco - Macchu Picchu an, die uns ganze 2 Tage beschaeftigen wird. Wann also der naechste Post kommt, bleibt noch abzuwarten. Aber dann koennt ihr euch sicherlich ueber interessante Neuigkeiten freuen!
P. s.: Posts ohne Bilder bedeuten nicht, dass wir keine haben, sondern, dass wir aus Zeitgruenden oder aus logistsichen Problemen keine einbauen konnten.
Schulbesuch
Hola a todos!
Am Freitag stand ein besonderes Ereignis an, naemlich ein Besuch in den oertlichen Schulen, den Primarias (Grundschulen) und den Secundarias (weiterfuehrende Schule). Dafuer wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt und verteilten uns in die naehere Umgebung. Der Vormittag gestaltete sich somit sehr interessant und die Kinder bereiteten uns zusammen mehr oder weniger einen super Empfang (bei einigen von uns haperte es aber mit dem Empfang noch...). Wir schautren uns die Schulen an und besuchten den Unterricht. Dabei war dieser zum Teil auch in Quechua! Am Ende konnten wir noch Suessigkeiten verteilen, was fuer einige von uns sogar mitr kleinen Verletzungen ablief. Die Kinder zerkratzten uns regelrecht die Finger, wenn wir nicht schnell genug waren. Am Ende blieben keine Bonbons, aber dafuer blutige Finger uebrig.
Nach dem Mittagessen fuhren wir gemeinsam mit den Tintenos zu einer nahen Inkastaette namens Macchu Pitumarca, sozusagen Macchu Picchu en Miniature. Wir hatten die Staette vollkommen fuer uns allein und konnten einen klasse Sonnenuntergang sehen. Noch waren wir nicht in Macchu Picchu, aber sicherlich kann der etwas kleinere Ort in Punkto Schoenheit ganz bestimmt mithalten! Waehrend einige die Ruinen begutachteten und viele Fotos schossen, kletterten andere auf den nahe gelgenen Gipfel und genossen die noch schoenere Aussicht.
Im Dunkeln kamen wir wieder in Tinta an und assen zu Abend. Anschliessend bereiteten wir ein nettes Fest vor, eine Foaga, sowas wie ein Lagerfeuerabend mit Musik und Tanz. Dieser endete auch erst wieder spaet in der Nacht.
Soweit zu diesem wunderbaren Tag und bis bald!
Eure Perufahrer
(i. A. Mathis)
Am Freitag stand ein besonderes Ereignis an, naemlich ein Besuch in den oertlichen Schulen, den Primarias (Grundschulen) und den Secundarias (weiterfuehrende Schule). Dafuer wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt und verteilten uns in die naehere Umgebung. Der Vormittag gestaltete sich somit sehr interessant und die Kinder bereiteten uns zusammen mehr oder weniger einen super Empfang (bei einigen von uns haperte es aber mit dem Empfang noch...). Wir schautren uns die Schulen an und besuchten den Unterricht. Dabei war dieser zum Teil auch in Quechua! Am Ende konnten wir noch Suessigkeiten verteilen, was fuer einige von uns sogar mitr kleinen Verletzungen ablief. Die Kinder zerkratzten uns regelrecht die Finger, wenn wir nicht schnell genug waren. Am Ende blieben keine Bonbons, aber dafuer blutige Finger uebrig.
| Macchu Pitumarca |
Im Dunkeln kamen wir wieder in Tinta an und assen zu Abend. Anschliessend bereiteten wir ein nettes Fest vor, eine Foaga, sowas wie ein Lagerfeuerabend mit Musik und Tanz. Dieser endete auch erst wieder spaet in der Nacht.
Soweit zu diesem wunderbaren Tag und bis bald!
Eure Perufahrer
(i. A. Mathis)
Workshop und Feria
Hola,
Der Samstag begann wie immer mit einem Morgenimpuls und einem immer besser werdenden Fruehstuck. Heute stand zunaechst kein grosser Ausflug auf dem Programm sondern erstmal eine Praesentation der deutschen Geschichte von Sebastian, die ziemlich gut ankam, aber leichte Schwaechen in der Rechtschreibung offenbarte. Die Tintenos waren sehr interessiert und haetten noch viel mehr Fragen gehabt, aber es folgten eine Vorstellung der Region Cuzco, in der wir uns befinden, von Roxanna. Diese zeigte verschiedene Impressionen dieser einmaligen Landschaft, ging aber auch auf soziale Probleme, wie unterentwickelte Infrastruktur, die grosse Spanne zwischen Arm und Reich und Umweltverschmutzung durch Minenunternehmen ein. Anschliessend erzaehlt uns die Hermana Rosario etwas ueber Befreiungstheologie, einen Zweig der Theologie, der sich vor allem in Suedamerika entwickelte und aufgrund seiner angeblichen Naehe zum Kommunismus nicht so gern gesehen ist. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Mittagspause ging es dann nach Sicuani. Dort besuchten wir erst den oertlichen Markt, der uns mit seiner Vielfalt beeintrugte, bevor uns Richtung Feria aufmachten, einer Art Viehausstellung mit angeschlossenem Festival. Zunaechst zogen uns die Lamas und Alpakas mit ihren lustigen Fellen in Bann, aber auch schoen rausgeputzte Schafe bekamen ihre Aufmerksamkeit, besonders von Frederike. Anschliessend ging es auf die andere Seite des Gelaendes zum Festival mit angeschlossenen Essensmoeglichkeiten. Dort probierten ein paar noch einmal Cuy (Meerschweinchen) um es von der „Things to do in Peru“- Liste abzuhaken, aber schmecken tat es nicht wirklich. Danach wurde der Platz vor der Buehne gestuermt. Generell muss man sagen, dass wir, da wir meist abseits der ausgetretenen Touristenpfade laufen, aufgrund unserer Hautfarbe, unserer Groesse (der durchschnittliche Peruaner hier ist circa 1,60 gross) und fuer den genauen Beobachter aufgrund unsere Augenfarbe schon ziemlich auffallen. Wenn man sich nun eine circa 20 Mann starke Gruppe aus „Gringos“ und Tinteños vorstellt, die wild tanzend eine echt gute Zeit haben, kann man sich die Blicke vorstellen. Wir wurden Opfer diverser Handyvideos und sogar vom Frontsaenger der Band lobend erwaehnt. Nach einem mal wieder lustigen Abend gingen wir muede ins Bett.
Hasta luego
Eure Perufahrer
(i.A. Sebastian)
Der Samstag begann wie immer mit einem Morgenimpuls und einem immer besser werdenden Fruehstuck. Heute stand zunaechst kein grosser Ausflug auf dem Programm sondern erstmal eine Praesentation der deutschen Geschichte von Sebastian, die ziemlich gut ankam, aber leichte Schwaechen in der Rechtschreibung offenbarte. Die Tintenos waren sehr interessiert und haetten noch viel mehr Fragen gehabt, aber es folgten eine Vorstellung der Region Cuzco, in der wir uns befinden, von Roxanna. Diese zeigte verschiedene Impressionen dieser einmaligen Landschaft, ging aber auch auf soziale Probleme, wie unterentwickelte Infrastruktur, die grosse Spanne zwischen Arm und Reich und Umweltverschmutzung durch Minenunternehmen ein. Anschliessend erzaehlt uns die Hermana Rosario etwas ueber Befreiungstheologie, einen Zweig der Theologie, der sich vor allem in Suedamerika entwickelte und aufgrund seiner angeblichen Naehe zum Kommunismus nicht so gern gesehen ist. Nach dem Mittagessen und einer kleinen Mittagspause ging es dann nach Sicuani. Dort besuchten wir erst den oertlichen Markt, der uns mit seiner Vielfalt beeintrugte, bevor uns Richtung Feria aufmachten, einer Art Viehausstellung mit angeschlossenem Festival. Zunaechst zogen uns die Lamas und Alpakas mit ihren lustigen Fellen in Bann, aber auch schoen rausgeputzte Schafe bekamen ihre Aufmerksamkeit, besonders von Frederike. Anschliessend ging es auf die andere Seite des Gelaendes zum Festival mit angeschlossenen Essensmoeglichkeiten. Dort probierten ein paar noch einmal Cuy (Meerschweinchen) um es von der „Things to do in Peru“- Liste abzuhaken, aber schmecken tat es nicht wirklich. Danach wurde der Platz vor der Buehne gestuermt. Generell muss man sagen, dass wir, da wir meist abseits der ausgetretenen Touristenpfade laufen, aufgrund unserer Hautfarbe, unserer Groesse (der durchschnittliche Peruaner hier ist circa 1,60 gross) und fuer den genauen Beobachter aufgrund unsere Augenfarbe schon ziemlich auffallen. Wenn man sich nun eine circa 20 Mann starke Gruppe aus „Gringos“ und Tinteños vorstellt, die wild tanzend eine echt gute Zeit haben, kann man sich die Blicke vorstellen. Wir wurden Opfer diverser Handyvideos und sogar vom Frontsaenger der Band lobend erwaehnt. Nach einem mal wieder lustigen Abend gingen wir muede ins Bett.
Hasta luego
Eure Perufahrer
(i.A. Sebastian)
Sonntag
Huhu aus Tinta,
am Sonntag haben wir leider schon unsere Abschlussreflexion ueber den Aufenthalt hier im Andendoerfchen durchfuehren muessen. Vieles hat uns im Nachhinein sehr ueberrascht, beeindruckt und zum Nachdenken angeregt: sei es das richtig wechselnde Tag und Nacht Klima (saukalt nachts und sonnenbrandheiss am Tag), die Kluft zwischen Moderne und Tradition, die Kosmovision Andina mit den Naturgottheiten und dem Christentum, ebenso der Gedanke, was passiert hier, wenn wir wieder weg sind?... Kurzum vieles wird uns noch weiter beschaeftigen und muss noch verarbeitet werden!
Am Mittag wurden wir von unseren Freunden hier bekocht: Super lecker! Kartoffel aus dem selbstgebauten Lehmofen, frischer Kaese, Oliven, Salat (!!!!),... und von den Schwestern wurde Pisco Sour zubereitet. Einfach klasse!
Nach einem allerdings recht flotten Mittagessen ging es dann angeheitert weiter nach Sicuani, wo wir zwei Projekte besuchten, bei denen einige der Gruppe Kushkalla mitarbeiten.
Zuerst ging es ins Haus Betlehem. Hier werden unter der Leitung eines italienischen Priesters, 15 Kinder, die aufgrund schwieriger Familienverhaeltnisse hier aufgenommen werden, betreut. Eine sehr beeindruckende Einrichtung, in der wir liebevoll aufgenommen wurden und von den Kindern an der Hand stolz durch ihr Haus gefuehrt wurden. Die Kinder bleiben hier, bis sie wieder in ihre Familie zurueck koennen oder zur Adoption freigegeben werden.
Das zweite Projekt, das Haus Nazareth, beherbergt taubstumme Kinder. Sie kommen meist recht spaet in die Einrichtung, da sich die Familien fuer sie schaemen und sie deshalb zuhause einsperren. Hier lernen sie die Gebaerdensprache und eigenstaendig ein Leben zu fuehren. Am Wochenende duerfen die Kinder wieder nach Hause. Ein Problem ist allerdings, dass die Kinder oft einfach nur zum Arbeiten nach Hause abgeholt werden.
Am Abend: Fiesta! Nach Huehnchen mit Pommes wurde der letzte Abend in Tinta lustig mit Tanz und Musik ausklingen gelassen.
Eine schoene Zeit geht leider zu Ende...
Herzliche Gruesse aus Tinta,
eure Yvonne
am Sonntag haben wir leider schon unsere Abschlussreflexion ueber den Aufenthalt hier im Andendoerfchen durchfuehren muessen. Vieles hat uns im Nachhinein sehr ueberrascht, beeindruckt und zum Nachdenken angeregt: sei es das richtig wechselnde Tag und Nacht Klima (saukalt nachts und sonnenbrandheiss am Tag), die Kluft zwischen Moderne und Tradition, die Kosmovision Andina mit den Naturgottheiten und dem Christentum, ebenso der Gedanke, was passiert hier, wenn wir wieder weg sind?... Kurzum vieles wird uns noch weiter beschaeftigen und muss noch verarbeitet werden!
Am Mittag wurden wir von unseren Freunden hier bekocht: Super lecker! Kartoffel aus dem selbstgebauten Lehmofen, frischer Kaese, Oliven, Salat (!!!!),... und von den Schwestern wurde Pisco Sour zubereitet. Einfach klasse!
Nach einem allerdings recht flotten Mittagessen ging es dann angeheitert weiter nach Sicuani, wo wir zwei Projekte besuchten, bei denen einige der Gruppe Kushkalla mitarbeiten.
Zuerst ging es ins Haus Betlehem. Hier werden unter der Leitung eines italienischen Priesters, 15 Kinder, die aufgrund schwieriger Familienverhaeltnisse hier aufgenommen werden, betreut. Eine sehr beeindruckende Einrichtung, in der wir liebevoll aufgenommen wurden und von den Kindern an der Hand stolz durch ihr Haus gefuehrt wurden. Die Kinder bleiben hier, bis sie wieder in ihre Familie zurueck koennen oder zur Adoption freigegeben werden.
Das zweite Projekt, das Haus Nazareth, beherbergt taubstumme Kinder. Sie kommen meist recht spaet in die Einrichtung, da sich die Familien fuer sie schaemen und sie deshalb zuhause einsperren. Hier lernen sie die Gebaerdensprache und eigenstaendig ein Leben zu fuehren. Am Wochenende duerfen die Kinder wieder nach Hause. Ein Problem ist allerdings, dass die Kinder oft einfach nur zum Arbeiten nach Hause abgeholt werden.
Am Abend: Fiesta! Nach Huehnchen mit Pommes wurde der letzte Abend in Tinta lustig mit Tanz und Musik ausklingen gelassen.
Eine schoene Zeit geht leider zu Ende...
Herzliche Gruesse aus Tinta,
eure Yvonne
Samstag, 14. August 2010
Familientag
Hola a todos!
der Donnerstag startete mit einem vielversprechenden Tagesprogramm: Es stand der Besuch in den einheimischen Familien an, also bei Familien von einigen Mitgliedern von Kushkalla. Nach dem Fruehstueck gingen wir zuerst einmal geschlossen auf den hiesigen Markt, der woechentlich stattfindet und alles aus der Region zu bieten hat. Der Markt war fuer unsere europaeischen Verhaeltnisse etwas "gewoehnungsbeduerftig", da die Produkte, meist Nahrungsmittel, einfach mehr oder weniger auf dem Boden lagen und Hygiene ein Fremdwort war. Selbst Fleisch lag oft so unguenstig, dass man in der draengelnden Menge schnell mal drauftreten konnte, wenn man nicht aufpasste. Im Angebot waren unter anderem auch Innereien und Schafskoepfe, aber auch lebende Schafe wurden gehandelt. Diese transportierten die Einheimischen bequemerweise einfach auf dem Dach ihrer Autos, Netz drueber, fertig.
| Schafstransport in den Anden |
Nachdem wir uns wieder zusammengefunden haben, wurden wir von unseren "Gastgeschwistern" abgeholt und mit zu den Familien genommen. Dabei blieben einige in Tinta, andere hatten einen etwas weiteren Weg von bis zu 1 1/2 Stunden in andere Doerfer vor sich. In den Familien konnten wir die Lebenswirklichkeit der andinen Bevoelkerung kennen lernen. Dabei durften wir im Alltag bei der Arbeit mithelfen. Das Spektrum zog sich von Brotbacken ueber Feldarbeit bis hin zu Tiere versorgen. Allerdings bedeutete diese Arbeit nicht eine solche, wie man sie in Deutschland kennt, sondern alles wird hier auf sehr einfachem Wege gehandhabt. Die Feldarbeit ist Handarbeit, ebenso das Brotbacken. Die Tiere werden zu den Weiden getrieben oder zu den naechsten Wasserloechern. Eben ein sehr einfaches und arbeitsreiches Leben. Einige durften einer Señora bei der Webarbeit zuschauen und die fertigen Ponchos begutachten. Das Mittagessen gab es ebenfalls in den Familien; zur "Freude" mancher gab es auch Cuy (Meerschweinchen). Der Besuch endete zum spaeten Nachmittag hin und wurde mit einer Abschlussrunde abgeschlossen. Hier kamen zum Teil sehr interessante und sehr lustige Geschichten zutage. Am Abend stellten wir uns und Deutschland an einem kulturellen Abend vor, indem zuerst gesungen wurde und Sebastian zusammen mit Patricia und Silvia eine Bildpraesentation vorstellte. Anschliessend wurde noch getanzt (Kreistanz), bei dem wir viel Spass hatten. Abschliessend kam es zu einem feucht-froehlichen Zusammentreffen in der oertlichen Diskothek (der einzigen in Tinta), wobei allerdings am naechsten Morgen mit einigen Verlusten zu "leben" war. Insbesondere den Tintenos wird dieser Abend wohl laenger in Erinnerung bleiben.
| Gastfamilie von Christiane |
Und schon wieder ist ein Tag vergangen. Die Zeit rennt und es geht steil auf die paar Tage in Cuzco und Macchu Picchu zu. Aber bis dahin haben wir noch einiges zu erleben und zu berichten!
Bis dahin und muchos saludos de Tinta,
Eure Perufahrer(i. A. Mathis und Sebastian)
Freitag, 13. August 2010
Erster Einblick in die andine Kultur
Hola,
nachdem das Begruessungsfest aufgrund der allgemein vorherrschenden Muedigkeit fuer fast alle ein bischen kurz ausgefallen war, machten wir uns nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht (Kaelte und im Einzelfall Durchfall haben ein bischen gestoert) auf nach Raqchi, einem Dorf mit Inkaruine. Dort besichtigten wir den Tempel, Lagerstaetten und Wohngebaude, aber auch eine alte Opferstaette fuer Lamas und das Bad der Inkas.
Danach hatten wir den glorreichen Einfall einen Aussichtspuynktzu besteigen, der uns aufgrund der aeusserst duennen Luft an unserer koerperlichen Grenzen brachte, uns aber mit einem wunderschoenen Blick ueber das Tal und die umliegende Bergwelt lieferte. Nach dem ploetzlich erstaunlich leichten Abstieg wurden die ersten peruanischen Souvenirs angeguckt und teilweise auch gekauft.
Zum Mittagessen waren wir zurueck in Tinta und genossen eine etwas laengere Mittagspause, weil sich der Bischof der Region, den wir eigentlich treffen sollten, die Hora Peruana (so aehnlich wie die studentische Viertelstunde) voll ausnutzte. Nach dem wenig ergebnisreichen Treffen bekamen wir eine kleine Einfuehrung in die Cosmovisión Andina, einen Ueberblick ueber die andine Lebenswelt. Anschliessend ging es ueber zum Kochen, typisch deutsche Kaesespaetzle und peruanische Kueche. Der geplante Interkulturelle Abend fiel leider aufgrund konsequenter Muedigkeit nach ein paar deutschen Liedern ins Wasser und wurde auf den naechsten Tag verschoben.
Damit viele Gruesse von einem gelungenen Mittwoch
die Perufahrer (i.A. Sebastian und Mathis)
| Tempelruine in Raqchi |
Danach hatten wir den glorreichen Einfall einen Aussichtspuynktzu besteigen, der uns aufgrund der aeusserst duennen Luft an unserer koerperlichen Grenzen brachte, uns aber mit einem wunderschoenen Blick ueber das Tal und die umliegende Bergwelt lieferte. Nach dem ploetzlich erstaunlich leichten Abstieg wurden die ersten peruanischen Souvenirs angeguckt und teilweise auch gekauft.
Zum Mittagessen waren wir zurueck in Tinta und genossen eine etwas laengere Mittagspause, weil sich der Bischof der Region, den wir eigentlich treffen sollten, die Hora Peruana (so aehnlich wie die studentische Viertelstunde) voll ausnutzte. Nach dem wenig ergebnisreichen Treffen bekamen wir eine kleine Einfuehrung in die Cosmovisión Andina, einen Ueberblick ueber die andine Lebenswelt. Anschliessend ging es ueber zum Kochen, typisch deutsche Kaesespaetzle und peruanische Kueche. Der geplante Interkulturelle Abend fiel leider aufgrund konsequenter Muedigkeit nach ein paar deutschen Liedern ins Wasser und wurde auf den naechsten Tag verschoben.
Damit viele Gruesse von einem gelungenen Mittwoch
die Perufahrer (i.A. Sebastian und Mathis)
Abonnieren
Posts (Atom)