Hola!
Heute gibt es nun den vorerst letzten Blogeintrag, da unsere Reise hiermit vorbei ist. Der Eintrag berichtet von Montag, Dienstag und Mittwoch, unserer Zeit in Cuzco und Machu Picchu.
Am Montag ging es auf zum Machu Picchu, worauf sich viele bereits gefreut haben. Zuerst stand am Montagmorgen aber noch ein kurze Reflexion an, die sich auf die Zukunft der Partnerschaft bezog. Gegen Mittag bestiegen wir dann unseren angemieteten Bus auf der Plaza in Tinta zusammen mit den Tinteños. 2 Stunden dauerte die Reise nach Cuzco, wo wir zuerst einmal in unser Hotel eincheckten und die Koffer einlagerten. Nachdem wir die Tickets fuer die Weiterreise und Machu Picchu zusammen hatten, bestiegen wir erneut einen Bus, der uns nach Ollantaytambo brachte, etwa 2 1/2 Stunden von Cuzco entfernt. Dort hatten wir Deutschen etwa 4 Stunden Aufenthalt, bevor unser Zug abfuhr. Die Peruaner mussten bereits frueher losfahren, da deren Zug direkt im Anschluss an unsere Ankunft abfuhr. Der Grund, weshalb wir nicht zusammen in einem Zug reisen konnten, liegt darin, dass die Peruaner zu einem verguenstigten Preis fahren koennen und daher von den gut zahlenden Touristen (wie wir) ferngehalten werden sollen, da unsere Tarife deutlich hoeher sind. Fuer die Touristen soll der "kleine Unterschied" verdeckt bleiben. Wir Deutschen nutzten die Gelegenheit, um zusammen in einem Restaurant unser Abendessen einzunehmen, was zwar etwas teurer aber sehr gut war. Gut war auch, dass wir mehr als 3 Stunden Zeit hatten, denn der einzige Wirt benoetigte fuer unsere Massenbestellung so lange, dass wir schon befuerchten mussten, den Zug zu verpassen. Aber nach fast 3 Stunden hatte auch der letzte sein Essen vertilgt und um 23:15 fuhr dann unser Zug von Perurail nach Aguas Calientes ab. Von der schoenen Strecke hatten wir nicht viel, da es zum einen dunkel war und zum anderen die meisten von uns tief und fest schliefen. Die Bummelfahrt dauerte etwa 2 Stunden und gegen 1 Uhr nachts ereichten wir Aguas Calientes. Schon im Dunkeln konnten wir erahnen, welch schoene Gegend das dort ist, da sich maechtige Konturen sehr hoher und steiler Felshaenge abzeichneten. Doch die Muedigkeit trieb uns in unser kleines Nachtlager fuer 3 Stunden Schlaf, da wir bereits um 4 Uhr wieder aufbrechen wollten, um vor den Touristen und passend zum Sonnenaufgang oben zu sein. Um 4 Uhr brachen dann auch fast alle auf, allerdings mussten einige von uns aufgrund von Krankheit den Fussmarsch nach oben (der etwa 90 min dauern sollte) absagen und stattdessen zu ueberteuerten Preisen mit dem Shuttlebus etwa eine halbe Stund enach oben fahren. Oben angekommen stellte sich dann die Anstrengung heraus, die noetig war, um die ueber tausend Stufen nach oben zu schaffen. Die Laufer waren trotz kuehler Morgenluft und Dunkelheit ordentlich durchgeschwitzt. Schon unzaehlige Touristen belagerten den Eingang und der Sonnenaufgang, den wir eigentlich auf dem Gelaende erleben wollten, erweckte uns bereits am Eingang mit seiner gesamten Schoenheit. Fuer Machu Picchu hatten wir den gesamten Vormittag Zeit und unser eigener Fuehrer Raul erklaerte und alles Wesentliche zu diesem unglaublichen Weltkulturerbe. Es blieb fuer einige sogar noch die Zeit, den Huayna Picchu zu besteigen, den "Jungen Picchu", den Berg bzw. Gipfel, der Machu Picchu ueberragt und auf jeder Postkarte hervorsticht. Der Aufstieg ist aufgrund der Gefaehrlichkeit begrenzt auf 400 Personen pro Tag und jeder Wagemutige wird erfasst, da es bereits Abstuerze gab. Aber alle Kletterer sind wohlbehalten und voellig beeindruckt wieder zurueckgekehrt und gegen 12 Uhr begann der Abstieg zurueck nach Aguas Calientes. Dabei bemerketn wir (endlich im Hellen) die Schoenheit der Gegend mit den gewaltigen, engen Felswaenden und dem dichten Nebelwald. Nuir der Ort selbst schien nicht recht dort hinein zu passen. Kurz nach 14 Uhr ging unser Zug von Inca Rail zurueck nach Ollantaytambo und von dort fuhr direkt wieder unser Bus zurueck nach Cuzco. Allerdings mussten wir noch auf die Peruaner warten, da deren Zug etwa 1 Stunde spaeter ankam. Die Zeit nutzten einige, um sich die dortigen Ruinen anzuschauen. Im Dunkeln erreichten wir dann nach zwei anstrengenden, aber wundervollen Tagen Cuzco. Der Abend war aufgrund der vorhaltenden Muedigkeit zweigeteilt: Einige gingen frueh zu Bett, andere feierten mit den Tinteños den letzten gemeinsamen Abend. Aber der wurde auch nicht so lang... ;-)
Am Mittwoch gab es nach dem Fruehstuck eine letzte Reflexion mit und von den Tinteños bezueglich der Zukunft der Partnerschaft sowie die Abschiedsgeschenke. Edu war der erste, der abreisen musste. Der restliche Tag war fuer die Besichtigung Cuzcos gedacht. Zuerst besichtigten wir Saksaywaman, eine Ruine einer Inkafestung, oberhalb von Cuzco gelegen mit herrlichem Blick ueber die Stadt. Danach ging es zum Coricancha, der Ruine des wichtigsten Inkatempels des damaligen Reiches. Es stehen nur noch die Grundmauern, die durcvh die Zerstoerung durch die Spanier uebrig blieben. Die Eroberer haben auf diesen Ruinen eine Kirche errichtet, die die Ueberreste wie ein Museum beherbergt. Anschliessend standen noch die Kathedralen auf dem Programm, aber da sich bereits einige weitere verabschieden mussten bzw. sich um die Weitereise kuemmern mussten, stand der restliche Nachmittag zur freien Verfuegung. Gegen Abend stand der Abschied von den Tintenos an. Nach einem letzten gemeinsamen Abendessen wurden weitere Gastegeschenke der Tintenos an uns verteilt und danach begann das Lebewohl sagen, das alle ziemlich mitnahm und bei allen fuer feuchte Augen sorgte. Abschliessend lies der Rest der deutschen Gruppe den Abend bei Bier und Pisco Sour ausklingen, es wurde schon in den ersten Errinnerungen geschwelgt und ueber die gemeinsame Zeit gelacht.
Fuer viele geht die Reise auf privatem Wege aber noch weiter, Richtung Chile, in die Selva oder nach Kolumbien oder bleiben direkt fuer ein Jahr in Suedamerika...die Wege trennen sich nach und nach. Am Freitag / Samstag sind die ersten bereits wieder in Deutschland und das naechste Zusammentreffen kommt wohl erst im Oktober / November. Das mit den Tinteños wird wohl noch mindestens 2 Jahre dauern, bevor einige von ihnen nach Deutschland reisen werden. Vielleicht aber sehen sich die einen oder anderen bereits schon frueher wieder....
Hiermit beende ich die offiziellen Eintraege ueber unsere Reise. Das Reisetagebuch ist an der letzten Seite angekommen, das der Partnerschaft aber noch laengst nicht, soviel hat sich aus unserem Besuch ergeben. Wir freuen uns auf jeden Fall auf den Besuch der Peruaner in 2 Jahren und auch jetzt schon auf unseren naechsten Besuch in 4 Jahren in Tinta!
Viele Gruesse von allen Mitreisenden und bis bald,
eure Partnerschaftsgruppe
(i. A. Mathis)
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